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Der Sektor schule&kultur

Die Künste bilden kein Unterrichtsfach wie Mathematik oder Englisch. Ihr Stellenwert im Schulalltag hängt stark vom Interesse der einzelnen Lehrkräfte ab. Sie entscheiden, in welchem Mass die Künste im Unterricht vertreten sind, wie oft Schülerinnen und Schüler Künste erleben und sich mit ihnen auseinandersetzen können. Hier setzt der Sektor schule&kultur vom Volksschulamt der Bildungsdirektion des Kantons Zürich an. Er fördert die kulturelle Bildung, indem er den Kindergärten, den Volks- sowie Berufs- und Mittelschulen Künste verschiedener Formen vermittelt und die Auseinandersetzung mit ihnen unterstützt. schule&kultur kommuniziert sein Angebot per Website, Newsletter und per spezielle Publikationen.
schule&kultur ist vernetzt mit Schulen, Gemeinden, Kulturinstitutionen und deren Expertinnen und Experten sowie Künstlerinnen und Künstlern. schule&kultur führt einen Dialog mit kulturinteressierten Lehrpersonen, lädt diese periodisch zu Informationsanlässen und zum Gedankenaustausch ein und stellt seinen Sektor immer wieder wichtigen Lehrerorganisationen und Bildungsinstitutionen vor.

URSPRÜNGE VON schule&kultur

Ab 1943 war der obligatorische Besuch von Schillers Drama Wilhelm Tell Bestandteil des Lehrprogramms für das achte Schuljahr. Der Kanton Zürich verfolgte damit ein staatspolitisches und kulturpädagogisches Ziel. Alle Volksschülerinnen und -schüler sollten den helvetischen Gründermythos gesehen und während ihrer Volksschulzeit Theater (am Schauspielhaus) erlebt haben. Ab 1970 wurde der Besuch freiwillig und auf das 9. Schuljahr verlegt. Die disziplinarischen Probleme häuften sich. Die Erziehungsdirektion (heute Bildungsdirektion) setzte die Schülerauf-führung von Tell ab und ersetzte sie durch geeignete Programmstücke, auch durch solche vom Theater Neumarkt und dem Theater für den Kanton Zürich.
Für das erweiterte Theaterangebot musste der Regierungsrat jedes Jahr einen Objektkredit sprechen. Das Volksschulamt schuf eine Teilzeitstelle für die Theatervermittlung und nannte die Dienstleistung schule&theater. Nach und nach bot schule&theater auch Musikalisches wie den Nachwuchsband-Wettbewerb Band it und den Besuch des Opernhauses oder der Tonhalle an. 1994 wurde schule&theater dem Fachbereich Kultur des Pestalozzianums eingegliedert, der den Schulen auch Film, Kunst und Literatur vermittelte. Aus diesem Fachbereich entstand 2002 der Sektor schule&kultur, nachdem die Stiftung Pestalozzianum der Pädagogischen Hochschule Zürich zugeordnet worden war.
Bis 2004 regelten Verfügungen des Regierungsrates oder der Bildungsdirektion die Vermittlung der Künste an die Volksschule. Regierungsrat und Direktion gingen in den Erwägungen jeweils auf Inhaltliches ein, erwähnten insbesondere die Angebotsformen und verfügten Objektkredite. Für die Vermittlung der Künste gab es kaum gesetzliche Grundlagen. Die Lehrpläne der Volksschule und einzelner Mittelschulen forderten die Schulen lediglich dazu auf, über den obligatori-schen Unterricht hinaus kulturelle Angebote zu nutzen. Das neue Bildungsgesetz, das 2004 in Kraft trat, verpflichtet das Bildungswesen nun zu subsidiären Bildungsleistungen, die insbesonde-re Massnahmen und Angebote umfassen in den Bereichen Familie, Schule, Berufe und Arbeit sowie Kultur und Sport. Das Budget von schule&kultur wird seither aus dem Globalbudget des Volksschulamts bestritten.